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Treffen mit NPD-Funktionär - Bautzener Landrat in der Kritik

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Bautzener Landrat Michael Harig in der Kritik. Es geht um sein beabsich­tigtes Treffen mit dem örtli­chen NPD-Kreis­vor­sit­zenden Wruck. Harig will mit ihm laut einem Zeitungs­be­richt über die Ausein­an­der­set­zungen mit Flücht­lingen sprechen. Da verschlage es einem die Sprache, sagte der Vorsit­zende der Links­partei, Bernd Riexinger.

Riexinger forderte die CDU auf, dieses Treffen zu unter­binden. Er verwies darauf, dass die Länder mit Unter­stüt­zung der CDU beim Bundes­ver­fas­sungs­ge­richt ein Verbots­ver­fahren gegen die rechts­ex­tre­mis­ti­sche NPD angestrengt hätten. In Bautzen war es in den vergan­genen Monaten mehrfach zu Ausein­an­der­set­zungen zwischen Rechts­ex­tre­misten und jungen Flücht­lingen gekommen.

Das Treffen Harigs mit dem NPD-Kreis­vor­sit­zenden Marco Wruck ist laut einem Zeitungs­be­richt für Mitte Dezember geplant. Wruck habe nach einer Sitzung des Jugend­hil­fe­aus­schusses um das Gespräch gebeten.

Der Bautzener Landrat kann die Aufre­gung nicht verstehen. "Herr Wruck hat mich als Bürger angespro­chen,  nicht als Funkti­ons­träger. Und ich spreche mit jedem Bürger, der ein Ansinnen an mich richten möchte", so Harig.

Audio:

Landrat Michael Harig zu den Vorwürfen