Trockenheit zwingt Welterbe-Bäume in Bad Muskau in die Knie
Die prächtigen Bäume im Weltkulturerbepark Bad Muskau leiden unter der Trockenheit. Vor allem ältere, vorgeschädigte Buchen, Linden, Ahorne und Kastanien seien anfällig, sagte uns Parkdirektor Cord Panning. Diese Bäume zu bewässern, dafür hat die Parkverwaltung keine Kapazitäten. Es müssten Tausende Liter vergossen werden. „Wir bräuchten Tanklöschfahrzeuge und Hubschrauber. Das funktioniert nicht“.
Gegossen werden nur junge Bäume, Kübelpflanzen und Sommerblumen. „Wenn wir gut sind, schaffen wir es, 30 bis 40 Bäume durch den Sommer zu bringen“, so Panning.
Viele alte Bäume wurden am Ende des Zweiten Weltkrieges angeschossen und damit vorgeschädigt. „Das macht sie besonders anfällig bei dieser extremen Wettersituation“. Viele hätten auch ihr natürliches Lebensalter erreicht. Der Parkdirektor spricht von einer „heiklen Gesamtsituation“, die große Gefahren für den Gesamtbestand in sich birgt. So müssen z.B. abgestorbene Buchen gefällt werden. „Ob Eiche, Linde oder Ahorn, überall ächzt der Baumbestand. Es ist ein trauriges Bild“, so Panning.
Sollten weitere lange Trockenperioden folgen, befürchtet der Panning Einschnitte im Landschaftsbild des Parkes. Über die Ausmaße dieses Negativ-Szenarios hat sich die Parkverwaltung aber noch keine Gedanken gemacht.