Trommelfeuer aus der Lausitz auf Habecks Vorstoß
Bundeswirtschaftsminister Robert Habeck hat mit seinem Vorstoß für einen früheren Kohleausstieg Landräte und Oberbürgermeister aus der Lausitz gegen sich aufgebracht. Es sei eine Debatte zur Unzeit. Für die regionale Wirtschaft und die Einwohner würde dieses Ausstiegsszenario erhebliche Einschnitte mit sich bringen und sogar die erfolgreiche Umsetzung des Strukturwandels massiv gefährden, warnte Spree-Neiße-Landrat Harald Altekrüger. Es müsse bei 2038 bleiben.
Der Cottbuser Oberbürgermeister Tobias Schick kritisierte, Habeck gefährde die Glaubwürdigkeit von Politik. So gehe man nicht mit Menschen um. So mache man keine Wirtschafts- und Energiepolitik.
Auch Oberspreewald-Lausitz-Landrat Siegurd Heinze hält die Kohleausstiegs-Debatte für falsch. „Erst muss die Energiewende gelingen, muss ausreichend genug Erneuerbare Energie mit Speicherkapazitäten vorhanden sein, bevor man sich von der Grundlastversorgung mit Braunkohlekraftwerken in einem strukturierten Prozess verabschieden kann.“ (dpa/red)