„Türöffner“-Schreiben für neues Millionen-Projekt in Görlitz unterzeichnet
Görlitz und Zgorzelec werben für ein gemeinsames Projekt. Sie wollen bis 2030 eine gemeinsame klimaneutrale Fernwärmeversorgung aufbauen. Die Kosten werden auf 60 bis 80 Millionen Euro geschätzt. Dafür brauchen sie eine Lobby. Am Vormittag unterzeichneten Sachsens Ministerpräsident sowie Marschall von Niederschlesien, Kretschmer und Przybylski, ein Unterstützerschreiben. „Es soll ein Türöffner sein und zeigen, dass auch die Wojewodschaft und der Freistaat Sachsen dahinter steht“, so Kretschmer.
Mit dem Schreiben wollen die beiden Bürgermeister der Europastadt bei der EU Geld für das Projekt einwerben. Der Zeitrahmen ist schon abgesteckt. In einer ersten Phase bis 2022 soll das Kohle-Heizwerk in Zgorzelec zunächst auf Erdgas und bis 2030 auf Biomasse umgestellt werden. In der zweiten Phase ab 2023 ist der Bau einer zweieinhalb Kilometer langen Fernwärmeleitung von Görlitz-Königshufen nach Zgorzelec geplant. In der Endausbaustufe wird der Stadtteil Königshufen zum überwiegenden Teil seine Fernwärme aus Zgorzelec bekommen.
Ab 2030 könnten 57.000 Tonnen CO2 eingespart werden. Görlitz und Zgorzelec wären klimaneutral.