Über 12.000 Gegner der Corona-Regeln demonstrieren in der Lausitz
In der Lausitz sind am Abend mehr als 12.000 Menschen gegen die Corona-Regeln auf die Straße gegangen. Sie demonstrierten u.a. für Impffreiheit. In Bautzen zählte die Polizei rund 3.700 Teilnehmer, in Görlitz 1.200 und zwischen 600 und 1.100 in Zittau, Löbau, Kamenz und Bischofswerda. Es habe keine Störungen oder Aggressionen gegeben, so ein Polizeisprecher, sondern nur wenige Straftaten Einzelner.
So zündete ein Mann in Hoyerswerda mehrfach Pyrotechnik. Ein anderer warf einen Gegenstand gegen das Polizeirevier. In Bautzen soll ein Autofahrer ausgestiegen sein und einem Teilnehmer mit der Faust ins Gesicht geschlagen haben. Er hatte sich offenbar durch den Aufzug behindert gefühlt, so ein Polizeisprecher.
In Cottbus zählte die Polizei rund 750 Teilnehmer einer angemeldeten Kundgebung. Der anschließenden Demonstrationszug wurde gestoppt. Teilnehmer hätten sich nicht an die Hygieneregeln gehalten, so eine Polizeisprecherin. Als sich der Vorfall wiederholte, löste die Polizei den Aufzug auf. Ein Mann, dessen Identität festgestellt werden sollte, habe Widerstand geleistet. Er wurde in Gewahrsam genommen. Zuvor habe er gegen Polizeiautos getreten. „Eine größere Personengruppe wurde in dieser Situation den Polizisten gegenüber aggressiv. Die Beamten setzten zur Abwehr Pfefferspray ein. Eine an Asthma erkrankte Frau, die vom Einsatz des Pfeffersprays betroffen war, lehnte eine durch die Polizei angebotene medizinische Behandlung durch einen Rettungswagen ab“, so die Polizei.