Über 1,4 Millionen Euro für Tagebausanierung
Die LMBV kann mit neuen Projekten im Lausitzer Revier beginnen und laufende Vorhaben fortsetzen. Für die Rekultivierung der Tagebaulandschaft stehen dem Sanierer in den nächsten fünf Jahren über 1,4 Milliarden Euro zur Verfügung. Sachsen und Brandenburg sowie Bund haben heute ein weiteres Finanzierungsabkommen besiegelt. Die LMBV hat 214 Millionen Euro mehr als in der letzten Periode.
Seit 1992 läuft die Braunkohlesanierung auf Grundlage fortgesetzter Verwaltungsabkommen (VA) über die Regelung der Finanzierung der ökologischen Altlasten. Die Lausitzer und Mitteldeutsche Bergbau-Verwaltungsgesellschaft (LMBV) hat mit Mitteln der bisherigen Verwaltungsabkommen in Höhe von fast zwölf Milliarden Euro insgesamt rund 100.000 Hektar vormaliger Braunkohle-Abbaugebiete saniert. Seit 1993 standen nach Angaben der LMBV fast 85.000 Hektar unter Aufsicht des Landesbergamtes, Anfang 2022 waren es 75.000 Hektar.
Der Bergbausanierer LMBV sieht mit dem Kohleausstieg auch veränderte Rahmenbedingungen. Insbesondere seien die Erkenntnisse zum Wasserhaushalt mit Unsicherheiten durch den Klimawandel verbunden, auch der erhöhte Wasserbedarf für Flutungen und die Stützung der Wasserspiegel der Bergbaufolgeseen erfordere mehr Aufwand. Das Unternehmen hat nach eigenen Angaben derzeit rund 700 Mitarbeitende, 50 neue Arbeitskräfte wurden in diesem Jahr eingestellt. (dpa/red)