Über 900 Hühnerfreunde wollen das Sachsenhuhn retten
Über 900 Hühnerfreunde wollen das Sachsenhuhn retten. Züchter haben sich auf einen Aufruf des Biosphärenreservats „Oberlausitzer Heide- und Teichlandschaft“ gemeldet. Sie wollen Küken aufziehen und damit einen Beitrag für den Erhalt der Nutztierrasse leisten. Weltweit gibt es noch zwischen 500 und 600 Exemplaren. Das Sachsenhuhn wurde erstmals vor 140 Jahren im Erzgebirge gezüchtet.
„Wir haben sehr viele Anrufe und Emails erhalten, nicht nur von Züchtern aus Sachsen. Auch aus Schweiz und Österreich kamen Anfragen“, freut sich Projektmitarbeiterin Eva Lehmann.
Wie geht es nun weiter?
Im März werden vorbereitete Zuchteier in einer Brüterei in der Oberlausitz eingelegt. Wenn die Tiere geschlüpft sind, werden sie bis Oktober in der Region aufgezogen, von Zuchtrichtern geprüft und anschließend an die angemeldeten Züchter übergeben. „Wir wollen mit ihnen eine freiweillige Vereinbarung abschließen. Sie sollten im nächsten Jahr möglichst 20 Bruteier für das Projekt bereitstellen“, so Lehmann.
Das Sachsenhuhn ist robust, genügsam und ruhig und eignet sich gut für die dörfliche Tierhaltung. Es legt im Durchschnitt 180 Eier im Jahr.