Über 300 Eltern im Kreis Görlitz auf Drogen getestet
Im Kreis Görlitz sind im vergangenen Jahr mehr als 300 Eltern auf Drogen getestet worden. In 36 Prozent der Fälle fiel das Ergebnis positiv aus. Meist wurde der Konsum von Crystal nachgewiesen. Im Vergleich zu 2015 stieg der Anteil um sieben Prozent an. Das ergab eine Anfrage unseres Senders im Landratsamt.
Die Tests sind freiwillig. Haben Jugendamt- oder Jobcenter-Mitarbeiter einen entsprechenden Verdacht, informieren sie das Gesundheitsamt. Die Eltern werden angesprochen. Drogenkonsumenten wird Hilfe angeboten. Zunächst werden sie an eine der Suchttherapiestellen im Kreis Görlitz vermittelt. Dort wird entschieden, ob ein stationärer Aufenthalt ratsam ist. In Görlitz und Großschweidnitz werden Drogenkonsumenten entgiftet.
Bei akuter Gefahr wird das Jugendamt aktiv und holt die Kinder aus den Problemfamilien. Die Drogentests seien ein bewährtes Instrument der Suchthilfe, so das Fazit aus dem Landratsamt.