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Über 6.000 Schaulustige bei Rosenmon­tagsumzug in Wittichenau

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Ausnah­me­zu­stand  in Witti­chenau. Die Stadt ist in Narren­hand. Über 2.000 Teilnehmer des tradi­tio­nellen Rosen­mon­tags­um­zuges zogen am Nachmittag zum Rathaus. Der Bürger­meister wurde gefangen genommen. Rund 6.000 Zuschauer säumten den Tross. Bis in die Nacht wird Karneval gefeiert.Die Rosen­mon­tags­um­züge haben in Witti­chenau lange Tradi­tion. 1706 fing alles an – mit einem Schnee­mann auf einem Schlitten. Verklei­dete Kinder zogen damit aus der Stadt heraus. Sie wollten damit den Winter aus Witti­chenau verbannen. Und das wurde zum Brauch. Bis zum ersten Rosen­mon­tags­umzug vergingen aber noch fast 200 Jahre. Der Kolping­verein organi­sierte in den 1880er Jahren die ersten Aufzüge. Die Idee dazu hatten sich die wandernden Gesellen aus dem Rhein­land abgeschaut. Die ersten Aufzüge waren aber kleine Rosen­mon­tags­um­züge. 1990 wurde der Karne­vals­verein gegründet. Und der lässt es jedes Jahr richtig krachen. Ob Klein oder Groß, sehr jung oder sehr alt – Karneval ist in Witti­chenau ein vergnüg­li­ches Muss für die Bewohner. Auch in Kinder­garten und Schule wird Fasching gefeiert. Es gibt ein Kinder­prin­zen­paar und eine Schul­garde.Für Bürger­meister und Kappen­bruder Udo Popella ist der Karneval mehr als nur ein Gaudi. Der Fasching hat die Witti­chen­auer zusam­men­ge­schweißt, die Ortsteile eng verbunden. Und zum Rosen­mon­tags­umzug kommen auch viele Ex-Witti­chen­auer. Das Spektakel wollen sie sich keines­falls entgehen lassen. Man sieht alte Freunde und Bekannte wieder, kommt ins Quatschen.

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Reporter Knut-Michael Kunoth