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Unwetter über der Lausitz: Stromausfälle in Elbe-Elster

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Heftige Unwetter mit Gewitter, Hagel und Starkregen sind vergangene Nacht über die Lausitz gezogen. Besonders betroffen war der Elbe-Elster Kreis. Feuerwehren rückten zu zahlreichen Einsätzen aus, teilte die Kreisverwaltung mit. Keller liefen voll, Bäume stürzten um und Dächer wurden beschädigt. Am späten Dienstagabend trat der Katastrophenschutzstab vorsorglich zusammen.

In Bad Liebenwerda, Röderland und Schradenland hatten zudem einige Einwohner vorübergehend keinen Strom. In Prösen stürzten Bäume auf die ICE-Strecke. Der Eurocity nach Prag musste evakuiert werden. Etwa 250 Reisende wurden in Sicherheit gebracht. Auch am Mittwochmorgen war die Bahnstrecke Dresden-Berlin weiter gesperrt. Die Räum- und Reparaturarbeiten werden den Tag über andauern, Züge werden umgeleitet, sagte ein Sprecher der Deutschen Bahn. 

In Großthiemig fiel ein Baum auf ein Auto. Zwei 60 und 58 Jahre alte Männer im Auto wurden eingeklemmt und mussten befreit werden. Beide zogen sich schwere Verletzungen zu. Der Jüngere schwebt aktuell in Lebensgefahr, so ein Polizeisprecher. Er wurde in eine Spezialklinik nach Dresden geflogen.

Auch in der Oberlausitz sind Schäden zu verzeichnen. Ein Baum stürzte unter anderem bei Weißwasser auf die Gleise der Bahnstrecke Görlitz-Berlin. Ein ODEG-Zug konnte nicht mehr rechtzeitig bremsen und stieß gegen den Baum. Verletzt wurde niemand. Nach etwa 90 Minuten war die Strecke wieder frei. 

Aus Gröditz im Kreis Meißen wurde ein Tornado gemeldet. Wie die Stadtverwaltung Gröditz in der Nacht mitteilte, arbeiten 150 Kräfte von Feuerwehr, Polizei und THW die Einsätze ab. Verletzte gibt es zum Glück nicht. In Leipzig wurde wegen der Unwettergefahr die offizielle Fanzone zur EM geschlossen.