Ursachenkette führte zur Rutschung am Knappensee
Die Freigabe des Knappensees für Camper und Badegäste rückt in weite Ferne. Wie es mit der Sanierung nach der Rutschung im März weitergeht, soll erst im nächsten Frühjahr entschieden werden. Das teilte heute das Oberbergamt mit. Der Behörde liegen erste Ergebnisse zu den Gründen für die Rutschung vor. Sachverständige ermittelten eine Ursachenkette.
Die Rutschung wurden bei der laufenden Sanierung durch Profilierungsarbeiten am Ufer ausgelöst. Sie führten zu sogenannten Initialeinträgen, die sich selbst verstärkten. Dadurch gerieten Teile der Ostböschung in Bewegung. Sie brachen ab und rutschten in den See. Dadurch wurde eine rund 1,50 Meter hohe Welle ausgelöst, die auf der gegenüberliegenden Seeseite zwei Bungalows und die Gebäude des Segelvereins und des DRK schwer beschädigte.
Das geotechnische Gutachten ist die Grundlage für die weitere Planung. So sollen nun die Voraussetzungen geschaffen werden, damit die Sanierung weitergehen kann. Zunächst werde der Rutschungskessel gesichert, so das Oberbergamt.
Der Knappensee sollte ursprünglich im nächsten Sommer wieder freigegeben werden.