Urteil im Prozess zu Raubüberfall auf Bautzener Juweliergeschäft - sechs Jahre Gefängnis und Freispruch
Das Urteil im Prozess zum Raubüberfall auf ein Bautzener Juweliergeschäft ist gefallen. Der 29-jährige Angeklagte muss für sechs Jahre ins Gefängnis. Die Kammer erkannte auf besonders schweren Raub und gefährliche Körperverletzung. Der Mitangeklagte wurde freigesprochen. Dem 23-Jährigen konnte keine Tatbeteiligung nachgewiesen werden. Die beiden Polen hatten den gesamten Prozess vor dem Landgericht in Bautzen schweigend verfolgt. Sie verweigerten die Aussage. Zwei maskierte Männer hatten im November vergangenen Jahres das Juweliergeschäft überfallen und acht Luxusuhren geraubt. Dabei sprühten sie dem Juwelier und seiner Tochter Reizgas ins Gesicht. Ein Zeuge, der einen der beiden Uhrenräuber verfolgt hatte, konnte den älteren der beiden Anklagten im Gerichtssaal als diesen Täter identifizieren. Außerdem wurde dieser Angeklagte durch ein DNA-Gutachten belastet. Seine Spuren fanden sich an einer der Masken und an einem Handschuh. Die acht geraubten Luxusuhren im Wert von fast 12.000 Euro sind nicht wieder aufgetaucht.Das Urteil ist noch nicht rechtskräftig.