Urteil in Bautzen: Bewährung für „King Abode“
Seit 2015 hält er Polizei und Justiz in der Oberlausitz auf Trab. Heute ist der libysche Intensivtäter mit dem selbst gewählten Namen „King Abode“ verurteilt worden. Ins Gefängnis braucht der 22-Jährige nicht. Der „King“ erhielt ein Jahr und vier Monate. Die Strafe wurde zur Bewährung ausgesetzt.
In das Urteil einbezogen wurden z.B. Fälle von gefährlicher und vorsätzlicher Körperverletzung, Widerstand gegen Polizisten, Sachbeschädigung und Hausfriedensbruch. Die Verhandlung lief hinter verschlossenen Türen. Grund: Eine von den über 20 ihm vorgeworfenen Taten soll er als Jugendlicher begangen haben.
Der Libyer fiel bei den Tumulten im September 2016 auf dem Bautzener Kornmarkt auf. Die Stadt Bautzen erklärte den „King“ schon zweimal zur „Persona non grata“ - zur unerwünschten Person. Sein Asylantrag wurde abgelehnt, er darf aber nicht wegen der desolaten Lage in Libyen abgeschoben werden.