Nach Großstörung im Zittauer Bahnverkehr - erste Strecke wieder frei
Update 16. Oktober 12:12 Uhr
Nach absichtlicher Beschädigung der Bahninfrastruktur zwischen Ebersbach und Zittau ist eine der betroffenen Strecken wieder freigegeben. Die Linie L7 zwischen Hrádek nad Nisou und Varnsdorf fährt laut Angaben der Länderbahn seit Mittwochvormittag wieder planmäßig. Für die beiden Linien RB61 und der RE2 von Ebersbach über Zittau nach Liberec fährt demnach weiterhin Ersatzverkehr mit Bussen. Dort werde der Verkehr voraussichtlich am Donnerstagabend wieder aufgenommen.
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Erstmeldung:
Wegen mutwillig durchtrennten Kabeln in Ebersbach (Landkreis Görlitz) kommt es seit Montagabend zu einer Großstörung im Zugverkehr. Zwischen Ebersbach und Zittau fahren keine Züge, wie die Länderbahn Trilex mitteilte. Auch zwischen Hrádek nad Nisou und Varnsdorf wurde der Verkehr demnach vollständig eingestellt. Grund sei eine Stellwerksstörung, die durch eine mutwillige Beschädigung eines Kabels verursacht wurde.
Von der Störung betroffen sind nach Angaben der Länderbahn die Linien RE2 und RB61 sowie die Linie L7. Auch die Auskunftssysteme an den Bahnsteigen funktionieren nicht. Als Ersatzverkehr fahren auf den Strecken jeweils zwei Busse, die ohne festen Fahrplan pendeln. Dadurch können mögliche Anschlüsse für Bahnreisende nicht sicher erreicht werden. Wann die Großstörung behoben werden kann, ist bislang unklar.
Laut einem Sprecher der Bundespolizei wurden Beamte am Montagabend auf die Störung aufmerksam. Daraufhin fanden sie in Eberbach die durchtrennten Signal- und Lichtleiterkabel. Kriminaltechniker untersuchen den Ort. Die genaue Schadenshöhe ist bislang nicht bekannt. (dpa)