Ver.di lässt nicht locker: Erneut Busfahrerstreiks in der Oberlausitz
Im sächsischen Nahverkehr wird schon wieder gestreikt. Die Gewerkschaft ver.di hat die Beschäftigten der Verkehrsunternehmen aufgerufen, ab Mittwoch ihre Arbeit niederzulegen - und zwar für vier Tage. Die Mitglieder haben demnach das letzte Angebot der Arbeitgeber mehrheitlich abgelehnt, erfuhren wir auf Nachfrage.
Damit werden auch in den Kreisen Görlitz und Bautzen die Busse und Straßenbahnen nahezu flächendeckend im Depot bleiben. Fahrgäste müssen auf andere Verkehrsmittel umsteigen. Mit dem Warnstreik wollen die Gewerkschafter den Druck in den festgefahrenen Tarifverhandlungen erhöhen.
Die Gewerkschaft fordert 22 Prozent mehr Geld, mindestens aber 750 Euro im Monat. Dagegen schlagen die Arbeitgeber eine Staffelung vor: 10 Prozent mehr ab Oktober, 2,2 Prozent ab Mai nächsten Jahres und nochmal 1,5 Prozent ab Dezember 2025. Außerdem stellen sie eine Inflationsausgleichsprämie von 2.000 Euro in Aussicht.
Die Arbeitgeber hatten laut ver.di erklärt, dass sie den Arbeitnehmern nicht weiter entgegenkommen und das Angebot bis zum 26. April aufrechterhalten wollen.