Warnstreik legt Nahverkehr in der Lausitz lahm
Fahrgäste von Bussen und Straßenbahnen brauchen am heutigen Freitag starke Nerven. Die Gewerkschaft ver.di legt mit einem ganztägigen Warnstreik fast flächendeckend den den in der Lausitz lahm. Mitarbeiter von Regionalbus Oberlausitz, der Görlitzer Verkehrsbetriebe, der DB Regio Bus Ost in Zittau, der Verkehrsgesellschaft Hoyerswerda und des Omnibusverkehrs Niesky sollen für einen Tag ihre Arbeit niederlegen. Auch auch die Beschäftigten einiger Verkehrsunternehmen in der Niederlausitz beteiligen sich am Streik. Aufgefordert wurden die Personale z.B. von Cottbusverkehr, DB Regio Ost und der Elster Nahverkehrsgesellschaft. Damit wird in der Lausitz kaum ein Bus fahren. Auch die Straßenbahnen in Görlitz und Cottbus sind betroffen.
Fahrgäste müssen weitreichende Ausfälle und Verspätungen einstellen. Ein Ersatzverkehr wird es überwiegend nicht geben. Auch der Schülerverkehr wird entfallen.
Mit dem Arbeitskampf wollen die Gewerkschafter den Druck in den laufenden Tarifverhandlungen erhöhen. Die Gewerkschafter in Sachsen haben ein Angebot der Arbeitgeber zurückgewiesen. Sie fordern unter anderem 22 Prozent mehr Lohn, mindestens aber 750 Euro mehr im Monat.
„Die Verantwortung für die Arbeitsniederlegungen tragen einzig und allein die Arbeitgeber. Dem “Angebot„ kann nicht zugestimmt werden, die Reaktion der Beschäftigten ist daher nur folgerichtig. Aufgrund der unzureichenden Ausfinanzierung des ÖPNV in Sachsen sei die Forderung von ver.di utopisch.“, erklärte Verhandlungsführer Sven Vogel am Mittwochmittag.