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Verdienstorden für Görlitzer Kirchenmusikdirektor

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Der Görlitzer Kirchenmusikdirektor Reinhard Seeliger bekommt am Dienstagabend die höchste staatliche Auszeichung des Freistaates. Ab 17.00 Uhr übergibt Ministerpräsident Michael Kretschmer im Schloß in Dresden den Sächsischen Verdienstorden an insgesamt 17 Männer und Frauen.

Der Görlitzer Reinhard Seeliger hat sich in außergewöhnlichem Maße für die Kirchenmusik in Görlitz engagiert, steht in der Begründung der Staatskanzlei. Als Direktor der ehemaligen Hochschule für Kirchenmusik und seit nunmehr zwei Jahrzehnten  als Leiter des Bachchores prägte er maßgeblich die Kichenmusikkultur im ostdeutschen Raum. Der Sächsische Verdienstorden wurde zum ersten Mal im Herbst 1997 verliehen. Bislang haben ihn rund 300 engagierte Bürger bekommen.Hier können Sie die komplette Begründung der Staatskanzlei nachlesen:Reinhard Seeliger, Görlitz

Kirchenmusikdirektor Reinhard Seeliger (58) hat sich in außergewöhnlichem Maße für die Kirchenmusik in Görlitz engagiert. Als Direktor der ehemaligen Hochschule für Kirchenmusik und seit nunmehr zwei Jahrzehnten als Leiter des Bachchors prägte und prägt er maßgeblich die Kirchenmusikkultur im ostdeutschen Raum.Mit seinem Wirken um die Wiedererrichtung der Sonnenorgel – die Attraktion der Görlitzer Peterskirche – hat er sich Anerkennung weit über die Neißestadt hinaus erworben. Als Spiritus rector des Projektes Sonnenorgel e. V. bewirkte er eine weltweite Ausstrahlung. Viele Benefizkonzerte unter seiner Leitung, der 1998 eingerichtete „orgel • punkt 12“ sowie zahlreiche Orgelführungen, waren erforderlich bis die berühmten „Sonnen“ wieder erklingen konnten.Seeliger setzt sich zugleich für die Restaurierung von Orgeln im polnischen Schlesien ein. Er trägt damit zum Erhalt der Orgellandschaft im Nachbarland bei. Auch als Orgelsachverständiger dient er dem Kulturgut Orgel im schlesischen und sächsischen Raum. Unter seiner Leitung fand der erste Auftritt des Görlitzer Bachchores in Breslau statt, dem Sänger aus Polen und Deutschland angehörten.