Verkehrsbelastung in Görlitz hat sich verlagert
Autofahrer haben ein anderes Gefühl, aber die Verkehrsbelastung in Görlitz hat sich verringert. Sie ist in den vergangenen zehn Jahren um rund drei Prozent zurückgegangen. Das hat eine Verkehrszählung ergeben. Die Ergebnisse wurden gestern im Technischen Ausschuss des Stadtrates vorgestellt. Sie beruhen auf einer Erhebung im März 2018.
Die Verkehrsströme in Görlitz haben sich verlagert, und zwar vom Norden auf die B6-Stadtumfahrung und die Wiesbadener Straße sowie auf den südlichen Bereich der Stadt. Mehr Fahrzeuge wurden zudem im Bereich der Grenzübergänge Stadtbrücke und Hagenwerder gezählt.
Die meistbefahrene Straße in Görlitz ist die Reichenbacher Straße - mit 18.800 Fahrzeugen pro Tag. Das sind 2.000 mehr als vor zehn Jahren. Auf den Plätzen zwei und drei folgen die Niekyer Straße (18.200 Fahrzeuge pro Tag) und die Zeppelinstraße (17.700 Fahrzeuge pro Tag).
Der Schwerlastverkehr spiele nur eine geringe Rolle in Görlitz, so Tino Junker vom Dresdener Planungsbüro „Brenner Bernard Ingenieure“. Das Büro hatte den Auftrag für die Zählung erhalten. Die Ergebnisse sollen in die neue Verkehrsplanung einfließen.