Verkehrsvertrag für Ostsachsen-Bahnnetz unterzeichnet
Die private Länderbahn darf weitere zwölf Jahre in der Oberlausitz Gas geben. Heute wurde in Bautzen der Verkehrsvertrag unterzeichnet. Er tritt zum Fahrplanwechsel im Dezember in Kraft. Trilex-Züge werden auf fünf Strecken rollen, so wie bisher auf den beiden Hauptlinien Görlitz – Dresden und Zittau – Dresden, außerdem zwischen Görlitz und Bischofswerda, Zittau – Liberec und Liberec – Zittau – Varnsdorf – Seifhennersdorf. Nahverkehr für weitere zwölf Jahre gesichert
Damit sei der Nahverkehr in der Oberlausitz für weitere zwölf Jahre abgesichert, so Michael Harig, Vorsitzender des Verkehrsverbundes ZVON. „Wir hoffen, dass es der letzte Vertrag für das Diesel-Netz in Ostsachsen ist“, sagte er mit Blick auf die seit langem geforderten Elektrifizierung der Strecke Görlitz – Dresden.
Der Verkehrsvertrag sollte schon vor mehr als einem Jahr unterzeichnet werden. Zunächst hatte die Start Ostsachsen GmbH – eine Tochter der Deutschen Bahn - den Zuschlag erhalten. Konkurrent Länderbahn ging dagegen vor und bekam sowohl von der Vergabekammer als auch vom Oberlandesgericht Dresden Recht. „Die Phase der Unsicherheit ist damit beendet“, so Länderbahn-Chef Wolfgang Pollety. Die rund 100 Mitarbeiter hätten nun eine Perspektive.Neues Design und kostenloses Internet in den Zügen
Die Länderbahn will Reisenden auf den fünf Strecken mehr Komfort bieten. So sollen die Triebwagen erneuert und z.B. mit kostenlosem Internetzugängen, USB-Steckdosen und Flachbildschirmen ausgestattet werden. Auch das Außen-Design wird sich ändern. „Die Züge werden künftig nicht mehr im Vogtland-Grün, sondern im Trilex-Orange unterwegs sein“, kündigte Pollety an. Die Länderbahn plant in Zittau eine Tankstelle und in Bischofswerda Abstellanlagen für ihre Triebwagen.