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Vermummte greifen Cottbuser Hausprojekt mit Fackeln an

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Rechtsextreme haben vergangene Nacht das Cottbuser Hausprojekt „Zelle 79“ angegriffen„. Sie  zündeten Böller und Leuchtfackeln. Dadurch kam es zum Brand im Hinterhof.  Sie hätten versucht,mit einem Zaunteil die Eingangstür des Gebäudes einzuschlagen, teilten  Bewohner mit. Den etwa fünf schwarz gekleideten und teilweise mit Sturmhauben vermummten Tätern gelang es nicht, ins Haus einzudringen.  Verletzt wurde niemand. Der Staatsschutz hat die Ermittlungen übernommen. Er prüfe einen politischen Hintergrund, so ein Polizeisprecher. Bewohner hörten Rufe wie  “Adolf Hitler Hooligans„.

Von einem gezielten Einschüchterungsversuch durch organisierte rechte Strukturen sprach  Ricarda Budke von der “Initiative Sichere Orte Südbrandenburg„. “Ein koordinierter Angriff mit politischer Botschaft.„   Die Initiative  vernetzt nach eigenen Angaben soziale, politische und kulturelle Orte zum Schutz gegen rechte Angriffe und hilft Betroffenen.  

Schon Ende März gab es einen Angriff auf das Hausprojekt “Zelle 79„.  Die Polizei ermittelt aktuell wegen Landfriedensbruchs.  Nach der Tat vergangene Nacht seien im Umfeld mehrere Personen kontrolliert worden. Ein Tatverdacht habe sich jedoch nicht ergeben, so ein Polizeisprecher.

Erst vor wenigen Tagen gab es eine bundesweite Razzia gegen eine rechtsextreme Terrorzelle - auch in Altdöbern im Spree-Neiße-Kreis. Im Oktober vergangenen Jahres wurde dort das Kulturhaus angezündet.  Die Polizei konnte einen geplanten Brandanschlag auf eine Asylbewerberunterkunft im Senftenberger Ortsteil Sedlitz verhindern. Ein Tatverdächtiger aus der Nähe von Großenhain war festgenommen worden.

Zudem gab es vor einiger Zeit Gewaltvorfälle auch bei Jugendclubs in Senftenberg und Spremberg in Südbrandenburg.