- Kraftwerk Jänschwalde
Versuchter Anschlag auf Umspannwerk in Jänschwalde
In Jänschwalde bei Cottbus hat die Polizei womöglich einen Anschlag auf die Energieinfrastruktur vereitelt. Einsatzkräfte entdeckten an einem Umspannwerk nahe dem Kraftwerk Jänschwalde mehrere unkonventionelle Spreng- und Brandvorrichtungen. Eine sei detoniert. Die anderen werden entschärft und gesichert.
Bei den Vorrichtungen soll es sich nach einem Bericht der Märkischen Allgemeinen Zeitung um Raketen handeln. Zudem habe es tatsächlich einen Angriff gegeben und das Werk sei mehr als einmal getroffe, so das Blatt. Diese Informationen wollte die Polizei nicht bestätigen.
Nach Angaben des Netzbetreibers 50Hertz wurden am Morgen mehrere Leitungen im Übertragungsnetz beschädigt. Dadurch kam es zu einer kurzzeitigen Unterbrechungen. Mittlerweile seien alle Leitungen wieder voll in Betrieb. Nach Angaben des Unternehmens ist die allgemeine Stromversorgung nicht beeinträchtigt.
Das Landeskriminalamt Brandenburg hat die Ermittlungen übernommen.
Brandenburgs Ministerpräsident Dietmar Woidke verurteilte den versuchten Anschlag. „Die besorgniserregend hohe Frequenz derartiger Vorfälle zeigt, dass wir unsere Infrastrukturen entschlossen schützen müssen.Die Sicherheitsbehörden arbeiten mit Hochdruck an der Aufklärung, um die Täter mit der vollen Härte des Gesetzes zur Rechenschaft zu ziehen.“
