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Vertrag für Straßenbahnen für Görlitz, Leipzig und Zwickau unterzeichnet

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Görlitz, Leipzig und Zwickau bekommen neue Straßenbahnen. Die insgesamt 39 Fahrzeuge werden von einem Konsortium aus Leipzig und Düsseldorf (LEIWAG) hergestellt. Daran beteiligt sind die Unternehmen HeiterBlick und Kiepe Electric. Heute wurde der Liefervertrag unterzeichnet. Der Auftrag hat ein Volumen von rund 600 Millionen Euro.

Die Bahnen werden auf einer gemeinsamen Plattform entwickelt und gebaut – mit Vorrüstungen für autonomes Fahren und Wasserstoffantrieb. Die Fertigung soll 2023 beginnen. Ein Jahr später ist die Aufnahme des Probebetriebs geplant. Bis 2030 sollen alle Bahnen ausgeliefert werden.

Der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu bezeichnete den Vertragsabschluss   als Beispiel für gelungene interkommunale Zusammenarbeit. Damit werde der Grundstein für ein Zukunftsprojekt mit Modellcharakter in Sachsen gelegt. Görlitz hat acht Bahnen bestellt. Die Kosten von rund 35,7 Millionen Euro will sich die Stadt aus dem Strukturwandelfonds finanzieren lassen. Das war auf scharfe Kritik bei den Bürgermeistern im Lausitzer Revier gestoßen. Bis der erste neue Straßenbahnzug in Görlitz rollt, müssen die Haltestellen barrierefrei umgebaut werden.