Videoüberwachung in Zittau kommt - aber wann?

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Nach Görlitz wird  auch in Zittau die Videoüberwachung der Polizei eingeführt. Kamerastandorte an der Grenze und in der Innenstadt seien schon identifiziert worden, sagte Sachsens Innenminister Roland Wöller.   Einen genauen Zeitpunkt für den Start der Videoüberwachung nannte er aber nicht.

Außerdem will die Görlitzer Sonderkommission „Argus“  ihre Ermittlungsarbeit auf Zittau ausdehnen. Die Stadt ist ein Kriminalitätsschwerpunkt, vor allem bei Einbrüchen und Diebstählen. "Wir sind auf dem Sprung nach Zittau", kündigte Soko-Chef Martin Reiner an.

Die Kriminalität in Zittau ist sprunghaft angestiegen. Das belegen die Fallzahlen:

- Eigentumsdelikte von 848 auf 1.053
- KfZ-Diebstähle von 38 auf 67
- Diebstähle in/aus Firmen von 35 auf 49
- Diebstähle an/aus KfZ von 49 auf 161

 „Der Anstieg dieser Kriminalitätskennzahlen in Zittau und Umgebung ist erschreckend und deutlich höher als nach den Vorwarnungen auf mögliche Verdrängung aus dem Görlitzer Raum zu befürchten war“, so Oberbürgermeister Thomas Zenker. Der OB fordert daher eine schnelle Umsetzung der Videoüberwachung. Bis zum Aufbau der Kameratechnik dürfe es nicht noch über ein Jahr dauern. „Der Freistaat muss deshalb sofort konsequent handeln, sonst ist der sichtbare Erfolg im Görlitzer Bereich nur ein teuer erkaufter und fauler Kompromiss.“ 

In Görlitz sollen weitere Kamerastandorte für die schon bestehende Videoüberwachung ausgewiesen werden. Das sagte uns Oberbürgermeister Octavian Ursu.  Wo die Standorte sein werden, konnte er nicht sagen. Das werde noch untersucht. Bislang erfolgt die Videoüberwachung an drei Punkten in der Altstadt sowie an einem Punkt in Hagenwerder.

Audio:

Innenminister Roland Wöller

Der Görlitzer Oberbürgermeister Octavian Ursu