Vier Jahre für Dönerfabrik-Brandstifter von Hoyerswerda
Drei Jahre nach dem Brand einer Dönerfabrik in Hoyerswerda ist heute (10.1.) das Urteil gefallen. Das Landgericht Bautzen verurteilte einen Bulgaren zu vier Jahren Gefängnis. Die Kammer folgte damit dem Antrag der Staatsanwaltschaft. Dagegen hielt die Verteidigung zwei Jahre auf Bewährung für angemessen.
Der Angeklagte hatte gestanden, das Feuer gelegt zu haben. Dabei erlitten zwei kleine Kinder Rauchvergiftungen. Der ursprünglich von ihm mitbelastete Inhaber der Dönerfabrik und ein ungarischer Fleischergehilfe können nicht mehr belangt werden. Sie waren bereits vor einem Jahr freigesprochen worden – aus Mangel an Beweisen. Der Kronzeuge fehlte. Der Bulgare konnte nach der Tat untertauchen. Er hatte sich zunächst nach Istanbul abgesetzt, später kehrte er in seine Heimat zurück. Damals stand der Vorwurf des versuchten Versicherungsbetrugs im Raum. Es ging um 1,2 Millionen Euro.
Das heute verkündete Urteil ist noch nicht rechtskräftig. Die Verteidigung hat eine Woche Zeit, den Schuldspruch anzufechten.