Vietnamesen und Philippinos für Altenpflege in Bischofswerda
Die Oberlausitzkliniken-Gruppe holt Verstärkung aus Asien. Vietnamesen und Philippinos sollen als Altenpfleger arbeiten. Ende dieses Monats werden fünf Frauen aus Vietnam in Bischofswerda erwartet. Dort betreibt die „Oberlausitzer Pflegeheim- und Kurzzeitpflege“-GmbH ein Heim mit fast 400 Plätzen. Nach einer Eingewöhnungsphase und einem Sprachkurs beginnen die Vietnamesinnen im September mit der Ausbildung.
„In den nächsten zehn Jahren wird uns jeder vierte Altenpfleger verlassen, in Rente gehen. Zugleich steigt der Pflegebedarf. Auf dem einheimischen Markt wird es immer schwieriger, geeignete Fachkräfte zu finden“, begründet Sascha Bock die Entscheidung. Er ist Geschäftsführer der „Oberlausitzer Pflegeheim- und Kurzzeitpflege“-GmbH. Die Vietnamesen könnten sich gut in Deutschland integrieren. Das hätten die Erfahrungen gezeigt. Sie erhalten Wohnungen und werden Schritt für Schritt begleitet.
Im Sommer kommen sieben examinierte Fachkräfte von den Philippinen nach Bischofswerda. Das Auswahlverfahren hat begonnen. Sascha Bock ist mit den Kandidaten via Skype verbunden. Anfang dieses Jahres war er auf die Philippinen gereist, um sich ein Bild über die Pflege und die Ausbildung dort zu machen. Wer in dem Insel-Staat als Pfleger tätig sein will, braucht ein Studium.
Bock weiß, dass allein mit den Ausländern das Fachkräfteproblem nicht gelöst werden kann. Es kann nur eine Ergänzung. „Diesen Weg müssen wir aber gehen, weil wir einen großen Bedarf haben“.