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Vitrinenbauer wehrt sich nach Einbruch ins Grüne Gewölbe gegen Vorwürfe

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Nach dem Einbruch ins Grüne Gewölbe wehrt sich die Lausitzer Vitrinen- und Glasbaufirma  Reier gegen Vorwürfe, dass ihr Glas nicht gehalten habe. Der Morgenpost sagte Chef Uwe Reier, seine Firma habe zwar Vitrinen für das Juwelenzimmer geliefert, nicht aber die vom Einbruch betroffene Vitrine. Er forderte die Kunstsammlungen auf, den Hersteller zu nennen."Um alle anderen Firmen vom Generalverdacht der Schuld freizusprechen." Die zerstörte Vitrine soll offenbar von einer Firma aus der Nähe von Stuttgart stammen.

In einem anderen Interview hatte Uwe Reier zudem erklärt, das in Museen verwendete Glas entspreche in der Regel der Widerstandsklasse "Durchwurfhemmung". Einem mehrfachen Angriff mit einer Axt könne dieses Glas nicht standhalten.

Der Direktor des Grünen Gewölbes, Dirk Syndram, hatte sich in einem Interview der «Sächsischen Zeitung» überrascht gezeigt, wie schnell das Glas der Vitrine zerstört werden konnte. "Das, was uns der Lieferant des Sicherheitsglases versprochen hat, hat nicht gehalten." Man sei davon ausgegangen, dass man eine Viertelstunde mit einer Axt darauf einschlagen muss, bevor es beschädigt ist.

Die Täter hatten am Montagmorgen aus einer Vitrine des historischen Grünen Gewölbes kostbare Schmuckstücke mit Diamanten und Brillanten gestohlen. Die Täter waren im Schutz der Dunkelheit über eines der vergitterten Fenster in das Museum eingedrungen. Auf einem Überwachungsvideo sind zwei Täter zu sehen, einer von ihnen schlägt mit einer Axt und voller Wucht auf die Vitrine mit den größten Kostbarkeiten im Juwelenzimmer der barocken Schatzkammer ein.