Vogelgrippefall in der Lausitz
Die Lausitz hat wieder einen Vogelgrippefall. Eine Blessgans wurde mit dem Erreger im Spree-Neiße-Kreis nahe der polnischen Grenze entdeckt, informierte das Verbraucherschutzministerium. Es ist der erste bestätigte Fall in dieser Saison in Deutschland. Das Risiko, dass der Erreger Hausgeflügel durch direkte Kontakte mit Wildvögeln befalle, werde aber als gering eingestuft.
Der Erreger wurde wahrscheinlich durch Zugvögel eingeschleppt. Derzeit gebe es viele Zugvogelbewegungen, sagte Elke Reinking, Sprecherin des Friedrich-Loeffler-Instituts (FLI).
Die Kreisverwaltung Spree-Neiße geht gegenwärtig von einem Einzelfall ausgegangen. „Das Risiko eines Eintrages des Geflügelpestvirus in die Hausgeflügelbestände durch direkte Kontakte mit Wildvögeln wird durch das Friedrich-Loeffler-Institut (FLI) derzeit als gering eingestuft“, heißt es in einer heute verbreiteten Pressemitteilung.
Aufgrund der aktuellen Risikoeinschätzung bestehe kein Grund für die Anordnung weitergehender Schutzmaßnahmen für die Hausgeflügelhaltungen. Zur Verhinderung der indirekten Einschleppung des hoch ansteckenden Erregers über kontaminierte Gegenstände sind jedoch alle Geflügelhalter aufgefordert, die vorgeschriebenen Biosicherheitsmaßnahmen in den Betrieben zu überprüfen und zu verstärken.