Volle Bücher im Waggonbau Niesky, Chef aber unzufrieden
Die rund 350 Waggonbauer in Niesky haben einen neuen Chef. Martin Weisenpacher hat das Kommando übernommen Er kommt aus Prag, ist 44 Jahre alt. Er soll den Standort für den slowakischen Schienenfahrzeughersteller „Tatravagonka“ profitabel machen. Die Auftragsbücher sind voll. Aber zufrieden ist er nicht.
Weisenpacher nimmt sich kein Blatt vor den Mund. Kurz nach der Übernahme des Geschäftsführerpostens im Oktober in Niesky hatte er die Belegschaft zusammengerufen und Tacheles gesprochen: „Die Produktivität reicht nicht aus“. Die Abläufe in der Produktion müssten effektiver gestaltet werden.
Neuer Kunde aus der Schweiz
Über Aufträge kann sich der Geschäftsführer nicht beklagen. Die Auftragsbücher sind bis Mitte 2023 gefüllt. Größter Kunde ist die Deutsche Bahn. Sie hat einige hundert Autotransportwagen bestellt. Als neuen Kunden konnten die Nieskyer ein Schweizer Unternehmen gewinnen. Es hat Interesse an Schotter- und Autotransportwage, u.a. für den Gotthard-Tunnel. „Nächstes Jahr kommen die Prototypen, über nächstes Jahr soll die Serie starten.“
Weitere Fachkräfte gesucht
Im kommenden Jahr sind Aufträge im Gesamtvolumen von rund 130 Millionen Euro da. Die Zahl der Beschäftigten wurde in diesem Jahr um 60 erhöht. Weitere 20 sollen eingestellt werden, u.a. Schlosser, Schweißer und Maler.
Der Waggonbau Niesky war vor einem Jahr vom slowakischen Konzern „Tatravagonka“ übernommen worden.
Link: www.waggonbau-niesky.com/karriere/stellenmarkt/