++ EIL ++

Vollständiges Geläut für Görlitzer Peterskirche

Zuletzt aktualisiert:

Sie ist das Wahrzeichen von Görlitz:  Die  Peterskirche. Mit ihrem mächtigen Schiff  gilt sie als eine der bedeutendsten Hallenkirchen im Osten Deutschlands. Ihre beiden Türme sind 84 Meter hoch.  Sie wurden vor zwei Jahren saniert. Das war ein Kraftakt – auch finanziell. Nun soll ein weiterer folgen.

Die Görlitzer Peterskirche soll wieder mit vollständigem Geläut erklingen. Pfarrer Mathias Paul von der evangelischen Innenstadtgemeinde wünscht sich, dass künftig fünf Glocken zu hören sind.  Derzeit  können nur zwei geschlagen werden.

In den beiden Türmen und im Mittelbereich  hängen vier Glocken: Die Bet- und die Tuchmacherglocke aus Bronze aus den Jahren 1697 und 1716 sowie zwei aus Eisenhartguss. Diese Beiden wurden in den 1950er Jahren eingesetzt – als Ersatz für zwei Glocken, die im Ersten Weltkrieg eingeschmolzen wurden.

Nun sollen Varianten für ein vollständiges Glockengeläut aufgestellt werden.  Umfangreiche Untersuchungen sind erforderlich. In welchem Zustand sind die Glockenstühle? Wie ist die Statik? Haben Witterung und Schädlinge der Konstruktion zugesetzt? Eine Entscheidung, in welcher Konstellation das Geläut erklingen soll, brauche Zeit. Kirchen seien auch nicht in einem Jahr errichtet worden, so  Paul.

 Im Sommer nächsten Jahres, schätzt der Pfarrer, könnte dann – basierend auf gesicherten Erkenntnissen – gesagt werden, wie das Geläut aussehen wird.

Audio:

Reporter Knut-Michael Kunoth