Von Fachkräftemangel bis künstliche Befruchtung - Merkel spricht mit Oberlausitzern
Bundeskanzlerin Angela Merkel hat am Nachmittag die Trumpf Sachsen GmbH Neukirch besucht. Nach einem Rundgang durch das Werk stellte sie sich den Fragen von Beschäftigten. Die Themen reichten von der Altersrente über die Förderung des Ehrenamtes bis hin zur Steuerbelastung. Ein Konstrukteur sprach die Kanzlern auf den Abwärtstrend ihrer Partei in den Umfragen an und fragte, wie sie die Enttäuschten zurückholen will. "Mit Problemen, die wir lösen", so Merkel. Das schwache Abschneiden der CDU überrasche sie nicht wirklich. Ein anderer Kollege, der in seiner Freizeit Jugendfeuerwehrwart ist, sprach sich für bessere Anreize für Ehrenamtler aus, etwa für Rentenpunkte oder – wie er sagte – "eine Art Mindestlohn". Das werde schwierig, entgegnete die Kanzlerin. in Beschäftigter aus der Trumpf-Entwicklungsabteilung zeigte sich besorgt über den Fachkräftemangel. Darauf Merkel: "Es müssen in der Region Angebote gemacht werden, damit die Arbeit zu den Menschen kommt". Dafür erhielt sie Beifall.Eine Mitarbeiterin aus der Personalabteilung wollte von der Kanzlerin wissen, welche Entscheidung sie wieder rückgängig machen würde. Antwort: "Eigentlich keine". Sie verteidigte erneut ihre damals getroffene Entscheidung, die Grenzen für Flüchtlinge zu öffnen. "Das war richtig so", sagte Merkel. Und auch das war ein Thema: Ein Mitarbeiter fragte, weshalb die Kassen nur für drei Versuche der künstlichen Befruchtung die Kosten übernehmen. Merkel will darüber mit dem Gesundheitsminister reden.Eine Stunde stellte sie sich – gemeinsam mit Sachsens Ministerpräsident Kretschmer – den Fragen der Trumpf-Beschäftigten in Neukirch. Danach reiste sie weiter nach Dresden.