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Von Ruhland nach Dresden - falsche Polizisten wollen 1.000 Euro

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Vorsicht vor falschen Polizisten in der Lausitz! Sie sind derzeit mit einem dunklen BMW unterwegs. Ein Autofahrer wäre ihnen  auf der Fahrt zur Arbeit nach Dresden fast auf den Leim gegangen. Sie setzten sich auf der A 13 bei Ruhland vor den Wagen des 33-Jährigen und schalteten das Leuchtsignal „Polizei, bitte folgen!“ ein.

Der ahnungslose Autofahrer folgte den angeblichen Zivilpolizisten. Sie lotsten ihn in Ortrand von der Autobahn. Auf einem Feldweg stiegen die Beiden aus, wollten zunächst Warndreieck und Warnweste sehen, aber nicht seinen Ausweis und Führerschein. „Auch hatten sie keine Pistolen und Handschellen am Gürtel“, wunderte sich der 33-Jährige, der für eine Sicherheitsfirma in Dresden tätig ist. Dann forderten sie ihn zum Drogentest auf und strichen mit  einem Tupfer über seine Stirn. Das Ergebnis – angeblich positiv. Sie würden aber den Test unter den Tisch fallen lassen, wenn er 1.000 Euro zahlt.

In diesem Moment wurde dem Autofahrer klar: Es sind Betrüger! Er holte sein Handy aus der Tasche und tippte demonstrativ die 110 ein. Daraufhin bekamen die Betrüger kalte Füße und fuhren davon. Der Lausitzer erstattete Anzeige. Von den beiden falschen Polizisten hätte immer nur einer gesprochen, und zwar mit Brandenburger Dialekt, so der Autofahrer.