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Vorsicht Kamera auf dem Marienplatz!

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Das Görlitzer Ordnungsamt kann es nicht lassen. Nach massiven Protesten von Anlie­gern am Görlitzer Unter­markt wurde die Video-Kamera am Rathaus abgebaut und jetzt in einem kleinen Fenster im Dicken Turm aufge­stellt. Von dort aus soll angeb­lich der ruhende Straßen­ver­kehr auf dem Marien­platz überwacht werden. Die Personen seien auf den Bildern nicht zu identi­fi­zieren, die Stadt müsse aller­dings in geeig­neter Weise auf die Kamera-Überwa­chung hinweisen, so Thomas Mauers­berger, Referent beim Landes-Daten­schutz­be­auf­tragten gegen­über LAUSIT­Z107­PUNKT6. Anlieger und Nutzer des Marien­platzes wurden aber offenbar noch nicht infor­miert. So fiel die Leitung der „Schü­ler­hilfe“ aus allen Wolken. Überrascht waren auch Jugend­liche, die sich auf dem Platz regel­mäßig treffen. Auf eine Anfrage zu der Überwa­chungs­ak­tion am Görlitzer Marien­platz, die LAUSIT­Z107­PUNKT6 bereits vorige Woche (!) gestellt hatte, reagierte die Stadt­ver­wal­tung bis zum frühen Nachmittag nicht. Erst nach der Ausstrah­lung unserer Nachricht rief die Presse­spre­cherin in der Redak­tion an. Sie erklärte, dass die Kamera auf dem Marien­platz nur mal probe­weise lief. Sie soll gemeinsam mit zwei weiteren Kameras, die für die Überwa­chung des Unter­marktes vorge­sehen seien, zu einem späteren Zeitpunkt in Betrieb genommen werden. Zuvor wolle man die Öffent­lich­keit infor­mieren.

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Daten­schützer und Jugend­liche hören