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VVO-ZVON-Fusion gut für die Neiße-Region?

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Es soll nach sechs Jahren erneut Anlauf genommen werden. Der ZVON liebäugelt mit dem VVO. Die Verbandsversammlung des Verkehrsverbundes Oberlausitz-Niederschlesien will heute über eine Initiative für einen möglichen Zusammenschluss entscheiden. Das Interesse der ZVON-Mitglieder ist unterschiedlich. 

Im Kreis Bautzen dürfte eine Fusion willkommen sein. Denn mitten durch den Landkreis zieht sich eine Grenze – im Osten gilt der ZVON-Tarif, im Westen der VVO-Tarif. Bei den Verbandsmitgliedern aus dem Kreis Görlitz dürfte sich dagegen die Freude in Grenzen halten.  Befürchtet wird, dass in einem großen Verkehrsverbund  die Neiße-Region – weit weg von Dresden – nicht mehr viel zu sagen hat.

Doch es gibt dort auch andere Stimmen. Der Rothenburger Bürgermeister Philipp Eichler preist eine Fusion als „bedeutenden Schritt zur Stärkung der ländlichen Region“. 

Der Verkehrsverbund Oberelbe VVO begrüßt die Initiative aus der Lausitz zum Zusammenschluss mit dem Verkehrsverbund Oberlausitz-Niederschlesien ZVON. Man stehe einer Fusion offen gegenüber, sagte uns VVO-Sprecher Christian Schlemper. Schon jetzt seien beide Verbünde eng vernetzt, wie etwa durch  die Fahrplanauskunft und den Vertrieb. Ein Zusammenschluss würde Synergien bringen, so z.B. einen Tarif für beide Regionen.