- Konzernchef Blume wird erstmals in Zwickau begrüßt
VW-Chef lobt Zwickau, lässt entscheidende Frage aber offen
Wer befürchtet hat, dass der VW-Chef bei seinem Besuch im Zwickauer Werk die Hiobsbotschaft persönlich überbringt, der konnte nach der Betriebsversammlung am Mittwochnachmittag aufatmen. Oliver Blume stellte klar, dass es bisher keine Entscheidung zu Werksschließungen gibt. Er sagte aber auch nichts dazu, wie es ab 2030 am Standort Zwickau weitergeht.
Die Versammlung in der Halle 26 war eine interne Veranstaltung - Journalisten mussten vor dem Werktor warten. Als Mitarbeiter anschließend das Betriebsgelände verließen, war es schwierig, mit ihnen ins Gespräch zu kommen. Vielleicht lag es auch daran, dass es nichts wirklich Neues zu berichten gab oder nichts Verbindliches. Es ging sachlich zu, war zu erfahren. Keine Pfiffe, sondern Applaus.
Oliver Blume hat in seiner Rede ausführlich die aktuelle Situation beschrieben. „Zölle, neue Wettbewerber und geopolitische Risiken: Die gesamte Autoindustrie steht unter enormem Druck“, sagte er - dieses und alle weiteren Zitate stellte die Pressestelle zur Verfügung. Die Zwickauer Belegschaft lobte er: Sie habe Kosten gesenkt, Abläufe verbessert und wie vereinbart Personal abgebaut, also gezeigt, dass Veränderung möglich ist. „Man kann allen im Konzern nur immer wieder sagen: schaut nach Sachsen, wie gut das da gelaufen ist.“
In den nächsten sechs bis zwölf Monaten sollen „belastbare Perspektiven“ für alle Werke geschaffen werden, kündigte Oliver Blume an. „Für Zwickau heißt das: Ihr bekommt dieselbe Chance wie jedes andere Werk in Europa. Entscheidend wird am Ende die Wettbewerbsfähigkeit sein.“
