Wäldern im Kreis Görlitz droht eine Borkenkäfer-Invasion
Im Kreis Görlitz droht eine neue Borkenkäfer-Invasion. In den letzten Wochen sind die ersten Schädlinge geschlüpft. Anfang Juni werden sie ausschwärmen. In den Wäldern seien bislang rund 261.000 Festmeter Schadholz angefallen - sagte uns Kreisforstamtsleiterin Sylvia Knote. Zum Vergleich: 2019/2020 hatte der Borkenkäfer gut 380.000 Festmeter Holz befallen. Zwar scheint die Zahl etwas im Vergleich zum Vorjahr etwas zurückgegangen zu sein, allerdings sei ein Großteil der befallenen Fichten durch die Abforstung nicht mehr vorhanden - hieß es weiter.
Der Borkenkäfer ist nur ein bis neun Millimeter groß, hat aber einen Riesen-Appetit. Zu seinen Leckerbissen gehört Fichtenholz. Und er liebt es, sich zu vermehren. Die Plagegeister haben schon viele tausend Bäume im Kreis Görlitz befallen. Und ein Ende der Invasion ist nicht in Sicht. . So sind die kahlen Flächen in den Königshainer Bergen nicht mehr zu übersehen. Auch im Zittauer Gebirge oder am Kottmar bei Löbau mussten größere Flächen abgeholzt werden.
Gegen den Schädling scheint kein Kraut gewachsen zu sein. Schlimmeres könne nur verhindert werden, wenn das Schadholz rechtzeitig aus dem Wald beräumt werde - so Knote weiter. Eine chemische Bekämpfung sei nicht möglich. Daher sind die Waldbesitzer verpflichtet, die befallenen Bäume zeitnah aus dem Wald zu entfernen. Viel Zeit bleibt ihnen dafür allerdings nicht. Schon in wenigen Wochen hat der Borkenkäfer seine Hochsaison erreicht und wird den Wäldern auch weiterhin unübersehbaren Schaden zufügen.