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Waggonbau Niesky: Insolvenzverfahren eröffnet

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Die Zukunft des Waggonbaus Niesky ist weiter unklar. Zum 1. Juli wurde das Insolvenzverfahren eröffnet. Damit wird nun Insolvenzverwalter Franz Ludwig Danko den Geschäftsbetrieb weiterführen, teilte seine Kanzlei am Dienstag mit.

Derzeit werde weiter mit Hochdruck nach einem geeigneten Investor gesucht. Zwei Interessenten hatten sich zuletzt ins Spiel gebracht. Allerdings sitzt dem Insolvenzverwalter die Zeit im Nacken. In den vergangenen drei Monaten befand sich das Unternehmen im Schutzschirmverfahren. In dieser Zeit hatte die Bundesarbeitsagentur das Insolvenzgeld übernommen. Nun muss die Firma wieder alle Kosten selbst tragen.

„Kurzfristig sind wir dazu in der Lage und haben die Zustimmung der Gläubiger für eine weitere Fortführung“, so Danko. „Für eine dauerhafte Perspektive brauchen wir aber eine Investorenlösung, und zwar möglichst zügig.“ Noch immer sind etwa 200 Mitarbeiter im Waggonbau Niesky beschäftigt.

In diesen Tagen hat die Insolvenzverwaltung auch die Verhandlungen mit den Kunden übernommen. Eine Prognose über die Zukunft des Unternehmens sei nur schwer möglich, heißt es. . „Wir können im Moment nur auf Sicht fahren. Ob und wie es längerfristig weitergeht, wird sich in den nächsten Wochen zeigen.“, erklärt der Insolvenzverwalter.

Der Waggonbau Niesky hatte am 5. Mai 2023 Insolvenzantrag gestellt.