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„Waldwächter“ im Kreis Görlitz gehen auf die Zielgerade

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Der Kreis Görlitz treibt die Pläne für das „5G-Waldwächterprojekt“ weiter voran. Mithilfe von Drohnen sollen künftige Waldbrände und Borkenkäferschäden in der Region schon frühzeitig erkannt werden. Nach der Testphase im vergangenen Jahr, werde das Vorhaben nun in diesem Jahr abgeschlossen, sagte uns Wirtschaftsdezernent Thomas Rublack. Weitere Tests unter realen Bedingungen in den Wäldern sind geplant.

Waldbrände sollen mit Hilfe von Kamera-Drohnen und Bodensensoren künftig in Sekundenschnelle entdeckt und noch im Keim erstickt werden. Mit dem Konzept wird deutschlandweit Neuland beschritten.

Bilder werden von Kameras auf Feuerwachtürmen und auf fliegenden Drohnen aufgenommen, Signale von Wärme-, Rauch- und Geräuschsensoren aufgefangen und zu einer zentralen Datenbank in Echtzeit übertragen, so Rublack. Der Auswerter am Bildschirm kann dann gegebenenfalls Alarm auslösen und die Einsatzkräfte zielgerichtet zum Einsatzort lotsen. Dabei soll ihm Künstliche Intelligenz Entscheidungshilfe leisten, so beim Erkennen von Mustern und Anomalien.

Das Projekt wird durch eine Förderung des Bundesministeriums für Digitales und Verkehr finanziert. Aktuell laufen Gespräche mit den Behörden, um das Vorhaben flächendeckend einführen zu können.