Wann Überbrückungshilfen für Sachsens Bauern kommen
Viele Bauern in Sachsen haben Liquiditätsprobleme, weil EU-Fördergelder vom Freistaat verspätet ausbezahlt werden – offenbar wegen IT-Problemen. Laut Landwirtschaftsministerium in Dresden spricht man zurzeit intensiv mit der Sächsischen Aufbaubank und Geschäftsbanken, um zunächst Überbrückungshilfen zu organisieren. Daran arbeite man mit voller Kraft, hat der Sprecher des Ministeriums Robert Schimke unserem Sender gegenüber versichert.
Spätestens Ende Februar würden dann die EU-Hilfen komplett ausbezahlt. Die gesetzliche Frist lasse zwar Zeit bis zum Juni 2024. Weil aber Sachsens Landwirte gewöhnlich im Dezember die EU-Förderung erhalten, bemühe man sich, so schnell wie möglich die Gelder zu überweisen.
Hintergrund sei, dass Brüssel die Regeln für die Agrarförderung mit zwei Jahren Verspätung verabschiedet habe. Dann habe die IT in Sachsen und den anderen Bundesländern angepasst werden müssen. Der Freistaat sei dabei auf das Fachkräfteproblem in der IT-Branche gestoßen. Es gebe deutschlandweit ein IT-Problem; Sachsen sei ein Teil davon geworden, so Schimke weiter.