Warnschuss für Geschäftsführung des Maja Möbelwerks Wittichenau - Unternehmensspitze überrascht
Die IG Metall hat die fast 900 Beschäftigten des Maja Möbelwerks Wittichenau um 13 Uhr zu einer fünfstündigen Kundgebung aufgerufen. Damit reagierte die Gewerkschaft auf die kurzfristige Terminabsage der Geschäftsführung in den laufenden Tarifverhandlungen. Die Kundgebung sei ein Signal. Sollten die Arbeitgeber nicht an den Verhandlungstisch zurückkehren, könne daraus auch schnell ein Warnstreik werden, so Jan Otto, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Ostsachsen. Die Gewerkschaft fordert, dass sich das Unternehmen dem Flächentarifvertrag für die holzverarbeitende Industrie anschließt. Maja Möbel sei einer der größten Zulieferer für Ikea in Europa. Nach Angaben der IG Metall arbeiten die Beschäftigten zum Teil nur knapp über dem gesetzlichen Mindestlohn.Die Maja-Geschäftsführung reagierte überrascht auf die Reaktion der Gewerkschaft. "Es ist unser oberstes Ziel, verantwortungsvoll die richtigen Lösungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und den Betrieb zu finden, um die Arbeitsplätze am Standort Wittichenau langfristig zu sichern. Deshalb haben wir um mehr Zeit zur gründlichen Vorbereitung der Treffen gebeten", heißt es in einer Stellungnahme des Unternehmens. Man sei weiterhin gesprächsbereit. Der nächste Termin sei für den 12. März anberaumt.