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Warnstreik der Busfahrer in der Oberlausitz - aber nicht alle machen mit

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In der Oberlausitz bleiben morgen viele Busse im Depot. Die Gewerkschaft Verdi hat von Betriebsbeginn bis 8 Uhr zum Warnstreik aufgerufen. Aber nicht alle machen mit. So fahren Stadtbusse und Straßenbahnen in Görlitz. Im Kreis Bautzen werden die Beschäftigten der privaten Busunternehmen, wie z.B. Wilhelm und Beck, voraussichtlich nicht streiken  – ebenso die Subunternehmen von Regiobus Oberlausitz. Das sagte uns Regiobus-Chefin Andrea Radke.  Der Verkehrsverbund ZVON kommt Schülern mit einem Angebot entgegen: Sie können mit ihrem Busfahrschein die Trilex-Züge nutzen. Der Warnstreik wird  nicht nur Arbeitsplendler treffen. Die Aktion fällt auch in die Abi-Prüfungen.  Verspätet eintreffende Schüler sollen trotzdem zu den Examen zugelassen werden. Das Kultusministerium wies die Schulleiter an, dass Schülern, die bis 9.30 Uhr eintreffen,   die Teilnahme an den schriftlichen Prüfungen ermöglicht werden muss. Zeichne sich ab, dass sehr viele Abiturienten zu spät kommen, könne die Schulleitung den Prüfungsbeginn auch komplett nach hinten schieben. Die Gewerkschaft Verdi fordert einen höheren Stundenlohn für die Busfahrer, und zwar 15,66 Euro die Stunde. Dieser Lohn wird in anderen Bundesländern schon gezahlt. Deshalb erwarten die Kollegen, dass auch sie dieses Geld bekommen", sagte uns Jürgen Becker von Verdi. Die Tarifverhandlungen werden am 11. April fortgesetzt.

Audio:

Reporter Knut-Michael Kunoth im Gespräch mit Jürgen Becker von der Gewerkschaft Verdi
Schüler können mit ihrem Busfahrschein die Trilexzüge nutzen. Hans-Jürgen Pfeiffer, Geschäftsführer des Verkehrsverbundes ZVON