• Braunkohlekraftwerk Turow an der Neiße bei Zittau. Foto: kmk

    Braunkohlekraftwerk Turow an der Neiße bei Zittau. Foto: kmk

Warnung vor Tagebau-Erweiterung bei Zittau

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Sachsens Grüne haben vor eine Erweiterung des polnischen Braunkohletagebaus Turow gewarnt.  Sie befürchten, dass damit der Region Zittau das Wasser abgegraben  und die Neiße durch Schwermetalle belastet wird. Dabei verweisen sie auf eine neue Studie.

Das Grundwasser in der Region sei schon 40 Meter abgesunken. Tieferliegende Gesteinsschichten, die früher wasserführend waren, wurden in nur 30 Jahren völlig trocken gelegt, so Daniel Gerber, umweltpolitischer Sprecher der Grünen-Fraktion im Sächsischen Landtag. Zittau bezieht sein Trinkwasser aus dem Zittauer Gebirge. Die Entnahme übersteige schon heute die vorhandene Ressourcen, so Gerber.

 Link zur Studie des polnischen Wasserexperten Krasnicki:

Die Studie trägt den Titel 'Grenzüberschreitende Auswirkung des Braunkohletagebaus Turów auf Grundwässer in Deutschland im Zusammenhang mit der geplanten Erweiterung des Tagebaus' und stammt von Mai 2020:
https://greenpeace.berlin/wp-content/uploads/2020/06/%C3%9Cbersetzung-Studie-Sylwester-Kra%C5%9Bnicki-zur-deutschen-Grundwassersituation-durch-Erweiterung-des-Tagebaus-Tur%C3%B3w.pdf

Gleichzeitig hat Greenpeace Berlin eine Analyse der Daten des Landesamt Umwelt, Landwirtschaft, Geologie Sachsen (2020) zum Zustand der Grundwasserkörper (https://www.umwelt.sachsen.de/umwelt/infosysteme/ida/pages/map/default/index.xhtml) veröffentlicht:

https://greenpeace.berlin/2020/06/braunkohle-gefaehrdet-wasser-der-region-lausitzer-neisse/

Die Studie von Greenpeace trägt den Titel 'Auswirkungen des Braunkohletagebaus auf die Wasserkörper in der Region der Lausitzer Neiße–eine quantitative und qualitative Analyse':
https://greenpeace.berlin/wp-content/uploads/2020/06/Auswirkungen-des-Braunkohletagebaus-in-Turow-auf-die-Wasserk%C3%B6rper-in-der-Region-der-Lausitzer-Neisse.pdf