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Was tun bei Verdacht auf Behandlungsfehler

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Bei Verdacht auf einen ärztlichen Behandlungsfehler nach einer Operation können sich Patienten auf verschiedene Weise Unterstützung holen, kostenlos. Zunächst sollte jedoch mit dem behandelnden Arzt gesprochen werden, so dass er Stellung nehmen kann. Klären sich die Probleme nicht, hilft unter anderem die telefonische Hotline der Unabhängigen Patientenberatung weiter.

Hier die Nummer: 0800 011 77 22 (gebührenfrei aus allen Netzen) Montags bis freitags von 8.00 bis 22.00 Uhr und samstags von 8.00 bis 18.00 Uhr.

Die ApothekenUmschau gibt weitere Tipps: Sprecherin Konstanze Faßbinder sagt, "zum einen können gesetzlich Versicherte sich an ihre Krankenkasse wenden. Die prüft den Fall und leitet ihn gegebenenfalls an den Medizinischen Dienst der Krankenkassen weiter. Dieser erstellt dann ein Gutachten. Wenn dieses Gutachten den Fehlerverdacht des Patienten bestätigt, kann der Patient sich damit an die Haftpflichtversicherung des Arztes oder des Krankenhauses wenden."

"Alle Patienten, auch privat versicherte, können sich zudem an die zuständige Landesärztekammer wenden. Dort ist das Verfahren ähnlich. Wird der Verdacht auf einen Behandlungsfehler bestätigt, wird ein Gutachten erstellt. Beide Verfahren sind für die Patienten kostenlos und führen schneller zu einem Ergebnis als eine Klage vor Gericht. Während der Verfahren ist aber eine Klage immer möglich oder auch danach."

Wer seine Ansprüche prüfen lassen will, sollte die nötigen Unterlagen möglichst komplett vorlegen, schreibt die "Apotheken Umschau". Wer diese nicht oder nicht vollständig hat, kann ein Gedächtnisprotokoll anfertigen. Darüber hinaus sollte er die beteiligten Ärzte von der Schweigepflicht entbinden, damit diese die Unterlagen zur Überprüfung herausgeben dürfen.