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Wasserstoff-Ära in der Oberlausitz beginnt später - es liegt nicht nur an der Politik

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Bei der Umstellung energieintensiver, gasverbrauchender Betriebe auf Wasserstoff hinkt die Oberlausitz hinterher. Das Kernnetz endet nach den bisherigen Planungen in Schwarze Pumpe. Die Landkreise Görlitz und Bautzen bleiben zunächst abgekoppelt.  Das liegt nicht nur an der Politik. 

Die kreiseigene Entwicklungsgesellschaft Niederschlesische Oberlausitz ENO hatte versucht, Firmen für das Thema zu sensibilisieren und deren Bedarf zu ermitteln. An den Runden hätten sich aber recht wenige Unternehmen beteiligt , so ENO-Projektmanager Per Wiesner. Auf eine Anfrage unserer Redaktion bei einem  der großen Gasverbraucher der Region erhielten wir die lakonische Antwort, dass wir doch von solchen Anfragen künftig Abstand nehmen sollten.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer forderte  die Unternehmen auf, Druck auf den Bund zu machen. „Sie müssen eine klare Ansage machen, was sie brauchen“, sagte uns der CDU-Politiker.

Immerhin werden in einer Studie  14 Orte mit Wasserstoffbedarf in der Oberlausitz definiert und ein Abzweig vom Kernnetz mit zwei größeren und einem kleinen Ast – im Jahr 2035.

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Ministerpräsident Michael Kretschmer: Auch die Unternehmen müssen Druck machen!