Weiße Flecken auf Internetkarte des Kreises Bautzen werden getilgt
Die Bagger können anrollen und rund 5.000 Kilometer Glasfaserkabel im Kreis Bautzen gezogen werden. Mit der Unterzeichnung der Ausbau-Verträge ist am Vormittag das Startsignal für den Aufbau eines nahezu flächendeckenden leistungsfähigen Internets in der Region gesetzt worden.
Angeschlossen werden 57 Städte und Gemeinden und damit rund 60.000 Haushalte und 8.800 Unternehmen. Außerdem kommen fast 120 Schulen und Bildungseinrichtungen an das Glasfasernetz. Sie können künftig mit mindestens 100 Megabit bzw. ein Gigabit pro Sekunde surfen.
Fast den gesamten Ausbau übernimmt die Telekom. „Es ist für uns das größte geförderte Breitbandprojekt in Deutschland“, sagte Vorstandsbeauftragte Vesta von Bossel. Energieversorger „Enso“ wird den Internetausbau in Bischofswerda vorantreiben.
„Der Kreis Bautzen wird der erste Landkreis in Sachsen sein, der keine weißen Flecken mehr auf der Internetkarte hat. Er ist damit Vorbild“, sagte Wirtschafts-Staatssekretär Stefan Brangs.
Das schnelle Internet für den Kreis Bautzen kostet rund 105 Millionen Euro. Es wird von Bund und Land gefördert. Die ersten Anschlüsse werden im September verlegt. Wann welche Stadt und Gemeinde an der Reihe ist, können Einwohner im Internet verfolgen (www.breitband-bautzen.de). Bis Ende 2020 soll der Ausbau abgeschlossen sein.