• Oberbürgermeister Torsten Pötzsch: Wir brauchen Finanzhilfe aus Dresden. Foto: kmk

    Oberbürgermeister Torsten Pötzsch: Wir brauchen Finanzhilfe aus Dresden. Foto: kmk

"Weißwasser hat die Hosen runtergelassen"

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Weißwasser hat  gestern Abend nach zähem Ringen ein Sparkonzept auf den Weg gebracht. Neun Stadträte stimmten dafür, fünf dagegen, weitere fünf enthielten sich der Stimme. Das Papier umfasst elf Punkte. Dazu gehören z.B. die moderate Erhöhung der Grundsteuern und  die Abschaltung jeder zweiten Straßenlaterne nach 23 Uhr. Mehreinnahmen von jährlich 30.000 Euro erhofft sich die Stadt von der Vergabe der Namensrechte für die Eissportarena – und Einsparungen von 50.000 Euro durch eine gemeinsame Betreibung der Schwimmhalle und des Erlebnisbades Krauschwitz.

Personalkosten auf über 9 Mio Euro gestiegen

Trotzdem bleibt noch ein Defizit von rund zwei Millionen Euro.  Vor allem die Personalkosten drücken, schnüren der Stadt die Luft ab. Sie finanziert  ihre vier Kitas mit 2,3 Millionen Euro im Jahr. Die Stadt könnte Die Kindertagesstätten an freie Träger abgeben. Aber die Kosten blieben. Die Stadt müsste zwar keine Personalkosten zahlen, dafür aber die Sachkosten. Denn die Kita-Betreuung sei eine Pflichtaufgabe, sagte uns Referatsleiterin Ina Kokel. Die Personalkosten sind insgesamt auf über 9,2 Millionen Euro gestiegen.

"Wir brauchen Finanzhilfe aus Dresden"

Noch mehr sparen, geht nicht mehr, so Stadtrat Andreas Friebel von der "Klartext"-Fraktion. "Die Stadt hat die Hosen runtergelassen. Wir könnten jetzt nur noch die Steuern exorbitant erhöhen. Aber das will keiner", sagte uns Friebel. Weißwasser hofft auf Finanzhilfe von Sachsen. Dafür braucht die Stadt einen beschlossenen Haushalt. Der fehlt noch. Voraussetzung ist das Haushaltsstrukturkonzept, also der nun auf den Weg gebrachte Sparplan. "Wir haben ein strukturelles Defizit. Das müssen wir gemeinsam ausgleichen", so Oberbürgermeister Torsten Pötzsch.

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Weißwasser muss eisern sparen. Auf der einen Seite sind die Steuereinnahmen gesunken. Auf der anderen Seite will die Stadt keinen Kahlschlag, sondern die Lebensqualität halten. Wie will Weißwasser das Problem lösen? Reporter Knut-Michael Kunoth