Weiter Wirbel um „King Abode“ - Beschwerde gegen Bautzener Amtsgerichtsdirektor
Der Fall eines in Kamenz untergebrachten Asylbewerbers aus Libyen sorgt weiter für Wirbel. Gegen den Bautzener Amtsgerichtsdirektor wurde jetzt Strafanzeige gestellt und Dienstaufsichtsbeschwerde erhoben. Der Anzeigenerstatter wirft dem Behördenleiter vor, dass der Prozessbeginn gegen den 22-Jährigen vermutlich bewusst verzögert wurde. Damit seien etliche Straftaten in Kauf genommen worden. Der Asylbewerber, der sich selbst öffentlich „King Abode“ nennt, gilt als Intensivtäter. Ihm werden mehr als 20 Straftaten zugeschrieben. Der Anzeigenerstatter wörtlich: "Ich gehe davon aus, dass ein Prozess bewusst verhindert werden sollte, bis über seinen Aufenthalt entschieden wurde. Sogar ein Richterwechsel wurde aus meiner Sicht bewusst initiiert", so der Vorwurf. Am vergangenen Sonntag wurde er nach einem Raub im Asylbewerberheim Kamenz festgenommen. Zu diesem Zeitpunkt lag schon ein Haftbefehl gegen ihn in anderer Sache vor. Er hatte eine Geldstrafe wegen eines Drogendelikts nicht bezahlt. Der Libyer soll nach bislang unbestätigten Angaben seit gestern wieder auf freiem Fuß sein.
Bautzen hatte vor einer Woche erneut ein Aufenthaltsverbot gegen den Asylbewerber erlassen. Er darf die Stadt in den kommenden drei Monaten nicht betreten. Er gefährde das friedliche Miteinander in Bautzen, so Oberbürgermeister Alexander Ahrens. Das Sächsische Oberverwaltungsgericht wird am 24. Oktober über die Abschiebung von "King Abode" entscheiden.