Weitere Anzeigen gegen Bachmann - „Schreibfehler“
Erneut ist Pegida-Chef Lutz Bachmann angezeigt worden. Die Linken-Politiker Juliane Nagel und Silvio Lang werfen ihm vor, in einem Facebook-Eintrag zum Mord aufgerufen zu haben. Unter dem Text ist eine Reihe von Hashtags aufgeführt. Neben konkreten Namen von Nagel und Lang heißt es da: #TheHigherthebetter, #RopeIsGoingToBeExpensive, #TimeToLearnTieing - Je höher, desto besser; Seil wird teuer(er) werden; Es ist Zeit, Knotenknüpfen zu lernen. Lang und Nagel sehen in diesen Hashtags zusammen genommen und übersetzt einen Aufruf zum Erhängen der genannten Personen."Nach Rücksprache mit meinem Anwalt habe ich mich gestern entschieden, Strafanzeige wegen Beleidigung und Aufruf zu Straftaten u. a. gegen meine Person gegen Herrn Lutz Bachmann zu stellen", teilte Silvio Lang mit. Wie die Polizei auf Anfrage mitteilte, sei die entsprechende Anzeige eingegangen und werde nun geprüft.Bachmann: "Schreibfehler"Lutz Bachmann sieht den Anzeigen gelassen entgegen. Bachmann teilte auf Anfrage unseres Senders mit, in diesem Land könne jeder jeden anzeigen. Auf die Nachfrage zur konkreten Bedeutung der Hashtags sagte Bachmann, es handle sich um einen Schreibfehler. Er habe "Rape" - zu Deutsch Vergewaltigung - und nicht "Rope" schreiben wollen.Unterdessen wurden die Ermittlungen gegen Bachmann wegen des T-Shirts mit dem Aufdruck "Rapefugees" eingestellt. Weiterhin offen ist, ob und wann ein Verfahren wegen seiner Facebookäußerungen zu Ausländern vor eineinhalb Jahren vor Gericht eröffnet wird. Im September 2014 hatte er Ausländer als „Viehzeug“, „Gelumpe“ und „Dreckspack“ bezeichnet. Anklage wurde erhoben, das Amtsgericht wollte den Fall ans Landgericht Dresden abgeben. Dort steht eine Entscheidung noch aus.