Weltkriegsbombe in Cottbus entschärft
Cottbus kann aufatmen. Die Bombe ist entschärft. Der Zünder wurde vor Ort gesprengt. Kurz vor 12 Uhr kam die Entwarnung. Die Sperrkreis wurde aufgehoben. Rund 1.200 Bewohner können wieder zurück in ihre Häuser. Bahn- und Busverkehr wurden wieder aufgenommen, teilte die Stadt mit. Die 250 Kilogramm schwere Weltkriegsbombe war vorgestern bei Bauarbeiten am neuen ICE-Instandhaltungswerk gefunden worden.
Erst im Juli dieses Jahres war auf dem Gelände des neuen Bahnwerkes in Cottbus eine Weltkriegsbombe gefunden worden. Der 250 Kilogramm schwere Blindgänger deutscher Bauart kam bei Sondierungsarbeiten auf dem Baufeld von „Halle 1“ zum Vorschein.
In Cottbus werden auch knapp 80 Jahre nach Ende des Zweiten Weltkrieges Blindgänger gefunden. Die Stadt war im Februar 1945 Ziel eines alliierten Angriffs. 435 Flugzeuge klinkten über 1.000 Tonnen Bomben aus. Mehr als 1.000 Menschen wurden getötet – darunter viele Flüchtlinge aus Schlesien und Ostbrandenburg. Große Teile der Südstadt versanken in Schutt und Asche. In nur wenigen Stunden verloren 13.000 Cottbuser ihr Obdach. (kmk mit dpa)