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„Welzow braucht eine neue Perspektive“

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Das Dorf Proschim bleibt vom Kohlebagger verschont – ebenso Stadtteile von Welzow. Nach der Entscheidung von Tagebaubetreiber LEAG in dieser Woche hat Bürgermeisterin Birgit Zuchold weitere  Unterstützung durch die Landesregierung gefordert. Die Stadt müsse neu ausgerichtet und vermarktet werden.

Welzow sei durch die jahrelange Ungewissheit geschwächt worden. Zahlreiche Einwohner seien weggezogen und hätten ihre Häuser und Grundstücke aufgegeben. Zuchold beklagte eine Stagnation, die Stadt sei wegen mangelnder Einnahmen geschwächt.  

Die LEAG hatte am Donnerstag seine Revierplanung öffentlich gemacht. Das Unternehmen plant künftig ohne den Tagebau Welzow II. Damit bleibt das umstrittene Teilfeld der Grube Welzow-Süd erhalten. Dort liegen der Ort Proschim und auch Teile der Stadt Welzow. Menschen in Proschim, Welzow und der ganzen Lausitz hatten jahrelang gegen die Pläne des Bergbaubetreibers für einen neuen Tagebau gekämpft. Der Revierplan der LEAG wurde an den beschlossenen Kohleausstieg angepasst.

Von den Einwohnern sei jetzt eine große Last gefallen, so die Bürgermeistern. „Jetzt herrscht Klarheit, jetzt wissen die Einwohner, wie ihre Zukunft aussieht.“ In den vergangenen Jahrzehnten seien allerdings insgesamt etwa 1.000 Einwohner durch Umsiedlungen am Tagebau verloren gegangen. Diese Verluste seien mit nichts auszugleichen. Im Rahmen der Strukturentwicklung müssen ihr zufolge jetzt neue Perspektiven geschaffen werden. „Die Landesregierung muss der Stadt Welzow weiterhin ihre volle Unterstützung angedeihen lassen, das ist meine klare Erwartungshaltung.“