Weniger Straftaten in der Oberlausitz - jeder dritte Tatverdächtige ist ein Ausländer
Die Zahl der aufgedeckten Straftaten in der Oberlausitz ist gesunken. Im vergangenen Jahr wurden knapp 36.700 Fälle angezeigt und damit 2.300 weniger als im Jahr zuvor. Das sei der tiefste Stand der vergangenen zehn Jahre, heißt es in der heute veröffentlichten Bilanz der Polizeidirektion Görlitz. "Ein Schlüssel dieses Erfolges ist die enge und professionelle Zusammenarbeit mit der polnischen und tschechischen Polizei", erklärte Polizeipräsident Conny Stiehl.
Wie schaut es beim Autoklau aus – und den Wohnungseinbrüchen?
409 gestohlene Autos weist die 2016er Bilanz aus. Das sind 189 Kfz weniger als im Jahr zuvor. Nach wie vor verschwanden die meisten Autos in Görlitz und Zittau. Rückgang auch bei den Wohnungseinbrüchen – um rund 140 auf knapp 670 Fälle. 60Prozent der Straftaten wurden aufgeklärt. Die Quote liegt damit gut vier Prozent über dem Durchschnitt in Sachsen. Kriminalitätsschwerpunkte bleiben die Städte Görlitz und Zittau und die Neiße-Region.
Jeder dritte Tatverdächtige, der im vergangenen Jahr in der Oberlausitz ermittelt wurde, ist ein Ausländer. Die Polizei ermittelte rund 5.000 Fauen und Männer ohne deutschen Pass. Es handele sich zumeist um Polen und Tschechen, heißt es in der heute veröffentlichten Kriminalitätsbilanz der Polizeidirektion Görlitz.
Was sagt die Statistik zu Flüchtlingen und Asylbewerbern aus?
875 Zuwanderer wurden ermittelt. Damit war jeder 17. Tatverdächtige in der Oberlausitz ein Asylbewerber oder Flüchtling. Die Zahl stieg um mehr als 200 im Vergleich zu 2015. Zuwanderer begingen fast 1.400 Straftaten – vor allem Ladendiebstähle und Körperverletzungen. Unter ihne waren über 60 Intensivtäter. Zu dieser Gruppe gehören Personen, die innerhalb von einem halben Jahr mindestens fünf Straftaten begehen.
Weitere Zahlen aus der Statistik:
2016 wurden weniger Fahrräder gestohlen. Die Zahl sank um fast 500 auf rund 2.000. Die meisten Drahtesel verschwanden in Görlitz, Hoyerswerda, Zittau, Weißwasser und Bautzen.
Halbzeit bei den Ermittlungen zu den Krawallen auf und um den Bautzener Kornmarkt. Die Polizei hat rund 80 Verfahren abgeschlossen und an die Staatsanwaltschaft abgegeben. Weitere rund 80 Fälle werden noch untersucht. Das teilte heute die Polizeidirektion Görlitz mit. Ers nach Abschluss aller Verfahren werde eine Bewertung der Vorgänge möglich sein, hieß es. Die Polizei hält den Verfolgungsdruck in Bautzen aufrecht. Kräfte in Uniform und in Zivil werden weiterhin insbesondere in den Abendstunden präsent sein.